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Eugen de la Motte

Kölner Kameramann und Filmproduzent

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Eugen de la Motte war ein Kölner Fotograf und Kameramann. Er wurde am 11. März 1901 als Sohn des aus Stade stammenden Musikdirektors, Chorleiters und Dirigenten Franz Theodor de la Motte und seiner Frau Wilhelmine geb. Peil in Köln geboren1. Wo und bei wem er seine foto- und kinematografische Ausbildung erhielt, ist uns bisher nicht bekannt. Nach eigenen Angaben war er seit 1918 in der Filmbranche aktiv. Bei seinen ersten Aufträgen firmierte Eugen de la Motte besonders im Kinematographen oft als Eugène de la Motte.

Bekanntschaft mit Edmund Epkens

Eugen de la Motte war mit Edmund Epkens befreundet und hat wohl auch mit ihm zusammengearbeitet. Möglicherweise kannten die fast Gleichaltrigen sich schon durch ihre fotografische Ausbildung. Ähnlich wie Edmund war auch Eugen de la Motte als selbständiger Kameramann sowohl mit eigener Firma als auch für andere Filmfirmen tätig. Belegt ist seine Kameraarbeit für die Kölner Filmproduktionsfirmen Knepper-Film, Böhm-Film und die Neuland Kinematographie GmbH.

Kinematographie de la Motte

Nach De la Mottes Angaben bestand seine eigene Filmfirma Kinematographie de la Motte schon seit 1918. Vermutlich in den 1940er Jahren wurde der Firmensitz (mit eigenem Foto-Studio) kriegsbedingt nach Marktheidenfeld am Main verlegt. Vorherige Firmensitze der Kinematographie de la Motte waren Köln (Bayenturm 13, Wohnsitz seiner Eltern) und Berlin. Die Firma war spezialisiert auf Farben-, Ton-Filme, Spiel-, Kultur-,Trick- und Werbefilme, künstlerische und technische Fotografie, akustische Dia-Positiv-Werbung (tönende Kino-Werbedias), Zeitlupen und Zeitrafferaufnahmen, Mikro- und Makro-Fotografie in natürlichen Farben2.

Erhaltene fotografische Zeitdokumente

Um 1940 portraitierte de la Motte die dem Zentrum und der katholischen Arbeiterbewegung nahestehenden Widerstandskämpfer und Opfer des NS-Regimes, Nikolaus Groß3, Bernhard Letterhaus4 und Hermann Joseph Schmitt5. Das Foto ist in der Sammlung des Historisches Archiv des Erzbistums Köln erhalten, ein Digitalisat kann im Greven Archiv Digital eingesehen werden. Nach dem Krieg dokumentierte Eugen de la Motte den Wiederaufbau der im 2.Weltkrieg teilbeschädigten historischen ‚Alten Mainbrücke‘ in Marktheidenfeld.

Foto Mainbrücke
Instandsetzungsarbeiten an gesprengten Bögen der Alten Mainbrücke.
Foto: Eugen de la Motte.
Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber A. und R. Willer

Filmographie

Hier soll eine möglichst umfassende Auflistung der Filme erfolgen, an denen Eugen de la Motte als Kameramann, Aufnahmeleiter bzw. Produzent beteiligt war. Über Hinweise, Ergänzungen und Verbesserungen würden wir uns freuen. Die Filmographie wird ständig ergänzt und erweitert.

„Die Kölner 230 Meter Rennen“, 1919

Technischer Stab:

Bemerkung: siehe Filmographie Filmfirma Knepper

„Fessel der Liebe“, 1919

Technischer Stab:

Bemerkung: siehe Filmographie Filmfirma Knepper

„Klinge und Schere“ 1927

Alternativ-Titel: „Im Zeichen der Zwillinge“

Technischer Stab:

Bemerkung: siehe Filmographie Neuland Kinematographie GmbH

„Suse Kerkstraaten“ 1928

Titelzusatz: „Erlebnisse einer Genossenschafterin“

Technischer Stab:

Bemerkung: siehe Filmographie Neuland Kinematographie GmbH

„Köllen eyn Kroyn 1929, Länge: 2300m ca. 80 min

Technischer Stab:

Bemerkung: siehe Filmographie Böhm Film

„Kölner Gemeinschaftsgeist in schwerer Zeit“, 1932

Technischer Stab:

Bemerkung: siehe Filmographie Friedrich und Ludwig Epkens

Kölner Rosenmontagszug 1936, 19366

Quellen:
1 Civilstand Köln, 18.Februar 1900, 17.März 1901
2 Eidesstattliche Erklärung E. de la Motte 1949 RWWA 523-1-4
3 https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Gro%C3%9F
4 https://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_Letterhaus
5 https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Joseph_Schmitt
6 https://www.filmportal.de/person/eugen-de-la-motte_eb376d38934a442ca6a612815e0b9a7f

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