Logo cinecorso Projekt Klassische Kinokultur in Köln

Kinematographen in Köln

Evolution der Kine-Theater in Köln

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1820

Vorformen beweglicher Bilder in Köln

Nebelbilder, Wandelbilder und Chromatropen gelten als Vorläufer der Kinematographie. Wir beleuchten die Technik dahinter und dokumentieren einige bekannte Präsentatoren dieser Bilder in und aus Köln. Als weitere präkinematographische Bilderschauen gelten alle Arten von Panoramen und Stereoskopen.

1896

Die ersten lebenden Photographien in Köln

Cinematograph Lumière

Süßwarenfabrikant Ludwig Stollwerck investierte massiv in die erfolgsversprechendsten Ton- und Bild-Automaten. Im April 1896 initiierte die Deutsche Automaten-Gesellschaft Stollwerck & Co die erste öffentliche Vorführung von Filmen, aufgenommen und projeziert von dem ausgereiftesten Kamera-Projektions-Apparat seiner Zeit: dem Cinématographe Lumière.

1896 - 1906 Der Kinematograph erobert Köln

Annonce
Annonce für die Societe Generale des Cinematographes et Films (die spätere Eclipse) in: Kölnische Zeitung v. 19.6.1902
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Danach gab es kein Halten mehr, kleinere und größere Hersteller strömten auf den Markt. Da zeitgleich zum Projektiongerät auch das zu projezierende Material erst einmal hergestellt werden mußte, boten sich kombinierte Aufnahme-Abspiel-Geräte wie das der Gebrüder Lumière an. Ende des Jahres 1896 nutzten begabte Einzelkämpfer wie der am Ende glücklose französische Erfinder Henri Joly Ladengeschäfte in Köln um Lizenznehmer für seine kombinierten Apparate zu finden. Auch die American Mutoscope & Biograph gündete 1898 einen deutschen Ableger. Der aus Österreich-Ungarn stammende Gabriel Kaiser warb in der Kölnischen Zeitung für seinen Kinematographen und von ihm hergestelltes Filmmaterial. In Deutschland konstruierten u.a. Oskar Meßter, Hermann O. Foersterling, Alfred Duskes, Hugo Droese und Willy Hagedorn kinematographische Apparate.

1897

Der Kinematograph erobert die Vergnügungsstätten

Erworben wurden die Geräte von Schaustellern, Taschenspielern und Zauberkünstlern, die in der Folgezeit mit ihren Wanderkinematographen durch die Säle der Rheinprovinz tourten. Ab 1897 wurden sie regelmäßig als Zusatzattraktion (meist am Schluß oder in den Pausen) in sogenannten Spezialitäten oder Varietäten- Theatern wie dem Apollo Theater, Scala Theater, dem Reichshallen-Theater, dem Colosseum und der Philharmonie gebucht. 1898 sprang auch das Kuriositäten-Kabinett Castans Panoptikum auf den Zug auf. Zeitgleich folgte die Event-Gaststronomie, auch Zirkus, Kirmes und Jahrmarkt. Innerhalb der Themenseiten stellen einige der bekanntesten OperateurInnen an ihren bevorzugten Spielorten vor.

Populäre Bezeichnungen für die ersten Filmprojektoren, die, obwohl sie zeitweise patentgeschützt waren, immer wieder benutzt wurden, waren Kinematograph und Bioskop. Der Begriff Kinematograph war von dem Franzosen Bouly eingeführt, von den Gebrüder Lumière bekannt gemacht und von Stollwerck sogar zeitweise patentiert worden1. Erst im Jahr 1909 wurde dieses Patent aufgehoben. Den Begriff Bioskop soll der Optiker Jules Duboscq erstmalig benutzt haben. Daneben gab es Unmengen von Neuschöpfungen und Derivaten, die meist auf -graph oder -skop ebdeten.

Annonce
Annonce für eine Vorstellung von Duboscqs Projektionsgerät in: Kölnische Zeitung v. xx.10.1863
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

1899

1899 Anschütz in Köln

Im Dezember 1899 präsentiert das Kölner Stadt-Theater, damals unter der Leitung von Julius Hofmann, die Palästinafahrt des deutschen Kaiserpaares in 150 Wandel-Lichtbildern nach photographischen Aufnahmen von Ottomar Anschütz.

1900

Der Kinematograph erobert ein katholisches Traditionshaus

Zu Beginn des Jahres 1900 stellte der Gastwirt Lucas J. Brehm der Deutschen Mutoskop Gesellschaft einen Saal im Fränkischen Hof zur Präsentation exklusiver Aufnahmen von Papst Leo, damals noch in gloriosem 68mm-Format auf ihrem patentierten Biograph-Projektor zur Verfügung.

1906

Pionierkinos - Kinopioniere

Welt-Kinematographen, Biographische Institute - die ersten großen Aktualitäten Kinos

1906 eröffneten zwei der ersten eigenständigen Kinos in der Innenstadt von Köln: im April der Welt-Kinematograph auf der Schildergasse 72-74 und im Mai das Internationale Biograph Theater auf der Hohen Pforte 10.

Im August eröffnete die große Frankfurter Kinokette Allgemeine Kinematographen Gesellschaft mbH (AKG) auf der Hohen Straße 23-25 das Union-Theater.

Diese Vorläufer der Aki-(Aktualitäten Kinos) setzten auf amerikanische bzw. von deutschen Zweigfirmen hergestellte Projektionstechnik wie der (Deutschen Mutoskop & Biograph, die mittlerweile auf das den Markt dominierende 35mm Normalformat umgeschwenkt war oder der Deutschen Bioskop bzw. Vitaskop). Sie zeigten überwiegend von diesen Firmen lizensiertes Material oder auch von ihnen selbst hergestellte Aufnahmen. Die Programmgestaltung entsprach den später aufkommenden Wochenschauen, Neuigkeiten und Dokumentationen aus aller Welt, aufgelockert durch humoreske Einlagen.

Einzelunternehmungen

Im Oktober 1906 eröffnete Franz Drescher Dreschers Theater lebender Photographien auf der Ehrenstraße 8.

Rolf Randenrath lud Weihnachten 1906 zum ersten Mal in sein Kosmos auf der Hohestraße 9a ein.

Wanderkinematographen

Aber auch der Wanderkinematograph hat in den Spezialitäten-Theatern und besonders an hohen Feiertagen auch in Miet- und Restaurationssälen noch Konjunktur. In Reichshallen-Theater und Colosseum gastieren regelmäßig Wanderkinematographen. Zur Weihnachtszeit im Jahr 1906 präsentierte ein Wander-Operateur namens Nick saisonbedingt die Passionsspiele auf Nick's Original Kinematograph im damals auch noch für Auktionen genutzten Overstolz-Saal, Eigelstein 51.

1907

Beginn der Tonbild-Ära

Kuriositäten-Kabinett-Kinematograph

Mitte Januar meldete Castans Panoptikum als neueste Attraktion ein integriertes ständiges Kinematographen-Theater amerikanischen Stils.

Der Volks-Kinematograph - Pionier der Vorstadtkinos

Als Gegenpol zu den etwas elitär anmutenden „Biographische Instituten“ gründete Familienvater und Kaufmann Joseph Erpelding am 31.März das wohl erste Kino im Kölner Stadtteil Ehrenfeld, den Ehrenfelder Volks-Kinematographen mit angeschlossener Gastronomie.

Auch der Luisensaal in der Ehrenstraße 18 beherbergt Mitte Mai ein Kino.

Am 24.August eröffnet das Biophoto-Theater auf der Neußer Straße in Nippes.

Im September eröffnete der Hansa-Kinematograph auf der Hohen Pforte 20.

Tonbild-Pioniere

Im April 1907 zeigt Castans Panoptikum für kurze Zeit Tonbilder auf einer Miet-Synchron-Anlage.

Pünktlich zum 1.Mai kündigt das Union-Theater der AKG die Einführung von Synchronbildern an.

Oskar Meßter experimentierte nach eigenen Angaben seit 1903 mit der Tonbildsynchronisierung. Anfang Mai öffnete auf der Schildergasse in Köln eines seiner Biophon-Theater, benannt nach der von ihm patentierten Tonbildapparatur, die dort zum Einsatz kam.

Im August gründete der Sprechmaschinen-Experte Friedrich Büttgen mit Leo Mandl das Tonbild-Theater.

Im September warb dann auch Joseph Erpeldings Ehrenfelder Volks-Kinematograph zum ersten Mal mit Tonbildern. Auch in der Wahl der Technik gab Erpelding sich volksnah. Er setzte auf Projektionstechnik und Lizenzproduktionen des Berliners Alfred Duskes, einem der bekannteren Konkurrenten Oskar Meßters. Im November eröffnete Erpelding im damals noch nicht in Köln eingemeindeten Mülheim am Rhein ein weiteres Tonbild-Kino, das Rheingold-Theater in einem Neubau auf der Buchheimer Straße 9-11.

Gastro-Kinematographen

Namentlich nicht bekannte Kölner Kinematographen, 1907 oder früher:

1908

Erpelding eröffnet weitere Kinos

Zum Jahreswechsel 1907/1908 startete Joseph Erpelding sein nächstes Tonbild-Kino, das Edison Theater auf der Severinstraße 213. Der Gastwirt Joseph Kühbach, in Erpeldings Volks-Kinematograph für die Gastronomie tätig, integrierte das Central-Theater in seinem Restauration auf der Wolfstraße 69 in Köln-Mülheim.

Ein weiterer Gastro-Kinematograph

Im April sucht Schankwirt Weinen einen neuen Pächter für seinen Gastro-Kinematographen auf der Severinstraße 95, später bekannt als Severin Kinema.

Constantin Haas

Nach erfolglosen Ausflügen in Automatengeschäft und Kuriositätenkabinett entdeckt Constantin Haas das Kino für sich und eröffnet den Columbus Kinematograph auf der Hohen Straße 3. Auf deren Verlängerung, der Hohen Pforte hatte er das Biograph Theater und den Hansa-Kinematograph übernommen.

Emil Schilling - Aufstieg eines Kölner Kinomoguls

Im April eröffnet Emil Schilling eines der gerade in Mode gekommenen Pariser Kinemas auf der Hohe Straße. Der Name deutet es an: Nun dominierte nicht mehr das Monogramm-Logo der American Biograph die Leinwand, sondern die Margerite von Léon Gaumont, der gallische Hahn von Pathé und der blitzende Stern der Eclair.

weitere Vorstadtkinos

Im Dezember 1908 eröffnete Wilhelm Böhme mit dem Helios Kinematographen auf dem Gelände der ehemaligen Helioswerke das zweite Kino in Ehrenfeld.

Um die selbe Zeit lädt Wilhelm Nießen in sein Viktoria Theater auf der Hauptstraße 89 im noch nicht in Köln eingemeindetem Kalk und bekommt bald Konkurrenz durch einen Kinematograph auf der Kalker Hauptstraße 91-97, später bekannt als Apollo Theater.

1909

Theater werden zu Kinos

Das Apollo Theater auf der Schildergasse 34 wird unter Pächter Heinrich Hagen zur Lichtbildbühne.

Joseph Hansberger wandelt das Scala Theater zum Tonbild-Theater.

Hoch-Zeit der Pariser Kinemas

Im April eröffnete der Köln-Lindenthaler Vergnügungs-Park gegenüber Decksteiner Mühle mit integriertem Pariser Kinema.

Auch auf der Freiheitstraße 39 in Mülheim eröffnete ein Pariser Kinema.

Constantin Haas begegnet der Konkurrenz durch Schillings Pariser Kinemas mit der Umbenennung seines Columbus Kinematograph in Cinéma Palais. Den Hansa-Kinematograph wertet er durch den damals ebenfalls Mode werdenden Namen Central-Theater auf.

1910

Bewegtbildstürmer

Die besonders im katholischen Rheinland präsenten Männervereine, deren Mitglieder schon gegen die an Erwachsene gerichteten Bildfolgen der Kurbeldaumenkinos(Mutoskope) in den Automatensalons Sturm gelaufen waren, entdecken die Gefahren des Kinematographen

Im April 1910 eröffnete Joseph Erpelding sein viertes Kino, das Central-Theater in Nippes, Neußer Straße 315. Im Oktober verstirbt Erpelding überraschend. Seine Witwe Louise führt das Central-Theater und das Ehrenfelder Volks-Theater weiter. Die Leitung des Rheingold-Theater hatten die Erpeldings bereits 1908 an Georg Graeff, vermutlich einen Bruder Louises übergeben.

Weitere Kinoeröffnungen:

Kinoeröffnungen in den Vorstädten:

1911

Filmproduzent Karl Werner führt den Hansa-Kinematograph unter dem Namen Reform-Theater weiter.

Weitere Kinoeröffnungen

Kinos, die um 1911 oder früher existierten

1912

Castans Panoptikum, schon lange ein Kinematograph mit Varieté als Einlage wird nun endgültig zu einem Kino.

Ende der Tonbild-Ära

Die Tonbild-Ära in Köln läuft langsam aus. Das Tonbild-Theater existiert nicht mehr, das Tonbild-Cinema nennt sich unter Pächter Hermann Peil Thalia-Theater.

Kinos, die um 1912 oder früher existierten

1912-1914 Monopol-Kinematographen

Hoch-Zeit der Monopol Filme. Die aus der AKG hervorgegangene PAGU (Projektions-AG Union) nimmt die nordische Filmgöttin Asta Nielsen und ihren Regisseur Urban Gad unter Vertrag, die Gaumont baut Kino-Königin Suzanne Grandais und Leonce Perret auf. Der aus Köln-Mülheim stammende Christoph Mülleneisen Sr. hatte Nielsen für die PAGU abgeworben. Ende 1911 gründete er die Dekage, Kölns erste große Monopolfilmgesellschaft. Sein Kompagnon Bernhard Schwartz übernimmt in und außerhalb Köln reihenweise Kinos bzw. wandelt bestehende Theater in solche um.

1913

Weitere Kinoeröffnungen

Die Betreiber-Duos von Thalia Kinema und Kaiser Lichtspielen fusionieren ihre auf der Buchheimer Straße in Mülheim liegenden Kinos zu den Vereinigten Lichtspielen, nach eigener Aussage, um der Belastung durch die hohe Kinosteuer zu begegnen.

1914

Beginn des 1.Weltkrieg 1914-1918

1916

Kinoeröffnungen:

Ende der ersten Tonfilmepoche

Schon die Nebelbilder und Panoramen waren üblicherweise akustisch begleitet. Wir versuchen einen Überblick über die Ton-Film-Geschichte zu geben. Wir blicken auf die frühsten akustischen Begleitformen des Bewegtbildes, von denen viele spätestens nach den 1.Weltkrieg auslaufen.

1917

Filmproduzenten und Kinematographenbesitzer im Dienst der Kriegspropaganda

Willy Böhme schaltet einen Aufruf an alle Kinobesitzer ihre Einnahmen für die von der Sparkasse herausgegebene 6.Kriegsanleihe zu spenden, auch die Kaiser Lichtspielen werben für die Zeichnung der 6.Anleihe.

Emil Schillings läßt einen Werbefilm für die 7.Kriegsanleihe drehen und verleiht, wie auch die Dekage portable Truppenkinos.

Gründung des Bioscop-Konzerns Köln

Im November 1917 gründet das Ehepaar Kirch die Kammer-Lichtspiele, Berrenrather Straße 182, Sülz.

1918

Am 4.Januar wird in der Kölner Flora unter der technischen Leitung von Walter Gordon (Agrippina Lichtspiele) und Aladar Szilard (Rheinische Film-Gesellschaft mbH) ein Militärkino eröffnet.

Umwandlung der Kölner Bioscop in die Rheinische Lichtbild AG

Nachkriegsgründungen

1919

Kinema gerät als Namensteil für Kinos aus der Mode. Das Scala-Tonbild-Theater heißt jetzt Palast-Theater.

Army Cinemas

Unter der britischen Besatzung wurden in wechselnder Folge Lichtspieltheater zu Army Cinemas.

Kaufmann Albert Wertheim gründet die Kino-Verwertungsgesellschaft Zweck: Einrichtung und Verwertung von Kinos im Rheinlande und Betrieb damit in Zusammenhang stehender Geschäfte

Kinoeröffnungen:

1920

Nachkriegszeit und Wirtschaftskrise, Vergnügungsstätten vs. Reformkino

Gründung der Städtischen Lichtspiele Köln.

Gründung des Kölner Vereins zur Wahrung der Kinematographie e.V.

Im März eröffnet das Hansa-Volkskino in der Weidengasse 34

Albert Brodmeyer eröffnet im April sein zweites Kino in Köln, das Victoria auf der Sechzigstraße 6 in Nippes

Im Mai wandelt Theo Winkel, der schon ein Kino am Eigelstein 88 führt wandelt den Fränkischen Hof Traditionshaus der Kölner Katholiken und kurzzeitig Army Cinema der Briten zum Kinematographen.

Im September eröffnet das Rhenania in der Severinstraße 81.

1921

Im März eröffnen die Deutzer Lichtspiele Siegburger Straße 25.

Ende April Gründung der Neuland Kinematographie

Im September eröffnet Paul Bruck das Hansa-Volkskino in der Weidengasse 34 als Corso Lichtspiele neu.

1922

Adolf Bahm eröffnet sein Neues Theater auf der Buchheimer Straße 24, Mülheim

1923

folgt

1924

Im September wird im Boccaccio-Haus ein Kino eröffnet, das Boccaccio Theater für Film und Bühne.

Die Berliner Phoebus-Film AG übernimmt die Schauburg, eröffnet als deren Zweigstelle die Phoebus-Lichtspiele, Sülzburgstraße 154.

Die Agrippina Lichtspiele werden Ufa-Theater

Die Porzer Lichtspiele existieren seit 1924 oder früher.

1925

Dellbrücker Lichtspiele, Bergisch-Gladbacher-Str. 983

Die UFA-Theaterbetriebsgesellschaft mbH macht aus dem Fränkischen Hof das zweite UFA-Theater in Köln.

1926

Die Emelka in Köln

Die Münchener Filmproduktionsgesellschaft Emelka eröffnet ihr erstes Kino in Köln, das Emelka Theater im Hochhaus.

Die Phoebus-Film AG betreibt nun auch das aus der britischer Besatzung entlassene Moderne Theater.

Annonce
Ganzseitige Eröffnungs-Annonce für das Moderne Theater in: Rheinische Volkswart v. 17.September 1926
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Alex(ander) S.Gerhardt betreibt ein Lichtspieltheater in Riehl, Riehlertal 33.

Heinrich Phenes, wohnhaft Drususgasse 21, eröffnet das Zentral-Theater Worringen auf der Neusser Landstraße 271.

1927

Eröffnung der Roland-Lichtspiele, auf der Berrenrather Straße 381-383.

September Hofburg Lichtspiele Mülheimer Freiheit 123-125

1928

Groß-Lichtspiele

Kino-Orgel und Großorchester

Parallel zu Kinos der Superlative, dem künstlerisch ausgefeilten Stummfilm ist auch die perfekt an diesen angepasste Begleitmusik. Sowohl um den durch die Entwicklung des Lichttonfilm gefährdeten Stummfilm als auch um den Erhalt der Großorchester entbrennen erbitterte Kulturkämpfe.

Rochus-Theater, Bickendorf Venloer Straße 626 eröffnet

Die Fortuna Lichtspiele, Höninger Weg 258, Zollstock werden zu UT, Union Theater Lichtspielen.

Eröffnung der Lichtspiele des Westens (LDW)

Das Boccaccio wird in Lichtspiele des Zentrums (LDZ) umbenannt.

1928 eröffnet Arthur Brodmeyer am Standort des ehemaligen EhrenfelderMonopol die Urania Lichtspiele in einem Neubau.

Vorzugskarte für Ehrenfelder Kinos
Vorzugskarte für die vier großen Ehrenfelder Kinos von 1928.

Das Tivoli in Nippes wird zum UFA-Theater.

1928 - Sportsman Jockel und sein Kino für Jedermann

Jockel eröffnet sein erstes Kino für Jedermann - Monopol-Theater - Kino für Jedermann 1

Die Emelka übernimmt die Phoebus-Film-AG und damit auch deren Kölner Lichtspielhäuser Schauburg und Modernes Theater.

Das Rochus Theater Venloer Straße 626 wird eröffnet.

Ende der 1920er Jahre Schmalfilm Vereinskino 1930er Schmaltonfilm

1929

Hoch-Zeit der Emelka in Köln

Wir stellen aus unserer Sammlung ein erhaltenes Exemplar der originalen Festschrift zur Eröffnung des Capitol Emelka Theaters in Köln am 20. Februar 1929 vor. Einzigartig ist dieser Fund aus unbekanntem Nachlaß durch die Tatsache, daß in der Festschrift originale Musikaufstellungen des Kino-Kapellmeisters Schmidt-Boelcke erhalten sind. Wir nehmen diese zum Anlaß für einen Exkurs über Filmmusik vor dem Tonfilm.

Hoch-Zeit des optischen Ausgleichs

Was für die Kölner Zeitung erwähnenswert war, ist uns natürlich auch eine Themenseite wert: Im Capitol liefen Mechau Projektoren, der bekannteste Projektortyp mit optischem Ausgleich und kontinuierlichem Filmtransport. Weitere Kinos mit Mechau-Projektoren: Boccaccio, Schauburg, Lichtspiele des Westens.

Im Oktober eröffnet Jockel in den Corso-Lichtspielen (ehemals Hansa-Volkskino) in der Weidengasse 34 sein Kino für Jedermann 2.

Der Lichtbildoperateur und Kinotechniker Karl Assenmacher eröffnet die Niehler Lichtspiele in der Sebastianstraße 185.

Heinz Döring & Karl Assenmacher eröffnen die Maternus-Lichtspiele, Maternusstraße 26, in Rodenkirchen bei Köln.

Gründung der Bild- und Film-Zentrale GmbH (Bifiz), Köln.

Tonfilm-Revolution

Nadelton- und Lichttonapparaturen halten Einzug in den Kinos, die es sich leisten können.

1930

Jockel eröffnet sein Kino für Jedermann 3 auf der Neußer Straße 264, Nippes und sein Kino für Jedermann 4 auf der Kalker Hauptstraße 241. Beide Kinos sind mit Tonfilmprojektoren ausgestattet.

Die Scala, Herzogstraße wird Kino für Jedermann 9.

Die Lichtburg in der Platenstraße 32 wird eröffnet.

1931

Dr.Aziz Cotta eröffnet sein 10.Kino in Köln, das „Resi “ Residenz-Theater, Mülheim, Buchheimer Straße 26-28

Die Kammer-Lichtspiele auf der Berrenrather Straße werden zum Jedermann-Kino 5.

Das Monopol Theater, in der Kapitelstraße 1A wird zum Jedermann-Kino 6.

Heinz Döring eröffnet die Lichtspiele des Südens, Höninger Weg 175 in Zollstock

Der UFA-Palast, Hohenzollernring 22-24 wird eröffnet.

Das National Theater, Von-Sparr-Straße 50, Mülheim, Dr.Werner Rubens, Eigentümer der Regulaphon GmbH, Köln ist Mit-Pächter.

Im November werden die Lichtspiele des Zentrums wieder zum Boccaccio.

1932

Gründung der Kölner Filmfreunde e.V. mit Vereinskino Neues Tonfilm-Theater, Zülpicher Straße 34 (viel später Tazzelwurm Varieté und Bali Kino).

Eröffnung des Scala-Theater in Porz, Bahnhofstraße 42

Eröffnung der Astoria Lichtspiele Bickendorf, Venloer Straße 658 569??

1933

NS-Zeit Instrumentalisierung des Kinos

Mai 1933 Elie auch: Elia/Elias Laniado aus Düsseldorf gründet die Kino 4 GmbH und bringt zur Deckung die von ihm erworbene gesamte Einrichtung des Kino für Jedermann 4 auf der Kalker Hauptstraße 241 in die Gesellschaft.

Dünnwalder Lichtspiele Berliner Straße 978, Anton Höller 1947

Lichtburg Kalk

Holi-Lichtspiele Holweide, Bergisch-Gladbacher Str. 683 Gerhard Böhner

Frajer & Co mbH, Trajanstraße 39, Franz Ullerich ersetzt Paul Jockel als Geschäftsführer der Victoria-Haus Verwaltungs-Gesellschaft mbH

Konrad Höwer, Sechzigstraße 1 Nippes

Kölner Kino Gmbh, (Cotta) Fränkischer Hof, Kammer-Lichtspiele, Hohe Straße 90

Franz Kozian, Rath, Eiler Straße 139 Lichtburg

Jean Nesseler ersetzt Emil Weismann als Geschäftsführer der Lichtburg GmbH, Kalker Hauptstraße 118-122, Lichtburg, Kalk

Karl Nagel Merheim, Neußer Straße 592

1934

Die Düsseldorfer Gebrüder Genandt führen das Modernes Theater unter dem Namen Gloria weiter.

Frau Willy Braun übernimmt die Niehler Lichtspiele

Kino für Jedermann GmbH nur noch Neußer Straße 264, Nippes, Weidengasse 34 (Jedermann 2)

Wilhelm Weber übernimmt das Amt des Geschäftsführung der Kino 4 GmbH

1935

Frajer & Co mbH übernimmt neben Kino für Jedermann 1 auch Kino für Jedermann 2 Julius Tiedge ersetzt Ullerich als Geschäftsführer der Victoria-Haus Verwaltungs-Gesellschaft mbH

Kristallpalast Kino-Betriebs Gesellschaft mbh Severinstraße 228 gegründet 1932, Geschäftsführer: Albert Wertheim und Jean Nesseler Zweck: Erwerb und betrieb von Kinos

Kino für Jedermann GmbH nur noch Neußer Straße 264

Jean Nesseler, Kalker Hauptstraße 118-122, Lichtburg, Kalk

Lichtspiel-Betriebs GmbH Kammer-Lichtspiele, Hohe Straße 90 mit dem Fränkischen Hof,

Dellbrück-Kölner Lichtspiel GmbH, Dellbrück, Geschäftsführer Josef Becker, Büro: Thielenbrucher Allee 13, führt Dellbrücker Lichtspiele und Astoria Bickendorf

1936

Frajer & Co mbH Neußer Straße 264, Nippes, Weidengasse 34 (Jedermann 2)

Werner Hürfeld betreibt nun Helios und Scala

Phoebus Lichtspiele GmbH Ria und Wilhelm Jordans, Phoebus, Lichtspiele Sülz

Kristallpalast wird verwaltet von Victoria Haus-Verwaltungs-Gesellschaft mbH Severinstraße 222-228

1937

Eröffnung der Libra - Lichtspiele Braunsfeld auf der Aachener Straße 559.

Deli Deutsche Lichtspiele, Brück Olpener Straße 896

Frau Maria Berger übernimmt Passage

Kristallpalast Lichtbildtheater und Varieté.

Phoebus Lichtspiele übernimmt Lichtspiele des Südens von Grohé.

Panoptikum Otto Schnitzler

Frajer & Co mbH nur noch Neußer Straße 264, Nippes, früher Kino 3 ab 1940? Filmburg

Josef Grohé übernimmt auch das Victoria in Nippes

Kölnische Haus- und Grundstücksverwaltung Hohenzollernring 93 Capitol?

Fink übernimmt Schildergasse 101a? (LDZ)

1938

Dellbrück-Kölner Lichtspiel GmbH, Dellbrück, Bergisch-Gladbacher-Str. 983, Bickendorf Venloer Straße 569

Im Dezember 1938 eröffnen die Buchforster Lichtspiele

Kinoschreiner Wilhelm Reins eröffnet die Merli - Merheimer Lichtspiele, Friedrich-Karl-Straße 26

Kinobetriebe Dr.Cotta Büro: Friesenwall 57

Grohé führt jetzt sowohl das Viktoria Nippes, Sechzigstraße 6, und die Lichtburg in der Platenstraße.

Hürfeld Helios und Scala und Corso, Kalk

Capitol Koerfer & Co

Ottilie Bringemeier betreibt nur noch das Kosmos

Wilhelm Weiler, Salmstraße 92, Poll Monopol Theater

1939

Apollo-Lichtspielhaus Wahn Heidestraße 218

Deulich - Deutzer Lichtspiele Deutz Deutzer Freiheit 67

Frau Adolf Bahm führt Buchforster Lichtspiele

August Basten übernimmt Weyerstr. 41

Frau Maria Berger übernimmt Lichtburg Platenstr.

Union Mülheim, Frankfurter Straße 43-47

1941

Die UFA eröffnet in der Schildergasse 32-34 ein Wochenschau-Theater.

Das Kino 4 auf der Kalker Hauptstraße 241 wird von nun an unter dem Namen Odeon-Lichtspiele betrieben.

1944

Viktoria-Lichtspiele Nippes als Ersatz für die zerstörten Viktoria, Sechzigstraße Grohe, 1947 Friedrich Hengst Neußer Straße 338

Kasernenkinos

1946 Wiederaufbau

  • Lichtspiele im Millowitsch-Theater, Aachener Straße 5
  • Rosen-Lichtspiele, Unter Kirschen 8 Bickendorf

    Volks-Lichtspiele Ossendorf Frohnhofstraße 74

    1947

    1950

    folgt

    1951

    Eröffnung des AKI Hauptbahnhof

    1953

    Eröffnung des AKI Neumarkt

    1958

    Filmpalette

    Kino-Umrüstungen Cinemascope & Stereophonie, 70mm? Anaglyphen 3D?

    1960

    Schachtelkinos in Köln

    1967 Gründung der Cinemathek Köln

    Niedergang der Kinematographie

    Schon immer hing die Kunst des Vorführens von der Technik und dem Engagement des Vorführenden ab. Bei den ersten Projektoren bedingten Mängel die Abnutzung des Film, diese wurden aber nach und nach behoben. Auch die Qualität des Filmmaterials hatte Einfluß. Der Kommerzialisierungsdruck die Konkurrenz von Fernsehen und Video führte zum Verlust dieser Kunst

    Quellen:
    1 https://earlycinema.dch.phil-fak.uni-koeln.de/documents/view/2152 Bouly Stollwercks Patent, Kinematograph 1909
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