Das Magnettongerät
Das Klangfilm Stereodyn-Magnettongerät dient zur Abtastung der Tonspur von 35mm-Magnettonfilmen. Bei der Einführung des Licht-Tonfilms hatte man sich auf die Anbringung des Lichtton-Abtastgeräts unter dem (oder im) Projektorwerk geeinigt. Das heißt, daß der Beginn der entsprechenden Licht-Tonspur schon 20 Bilder vor dem zugehörigen Bild einbelichtet sein muß. Für das Magnettonwerk einigte man sich dann auf die Anbringung oberhalb des Bildfensters, sodaß eine Magnettonspur erst um 28 Bilder nach dem gerade im Bildfenster gezeigten Bild beginnen darf. Der Magnetkopf war steckbar, wie bei den meisten dieser Geräte, und konnte bei Bedarf leicht ausgetauscht werden.
Falls man eine reine Lichttonkopie spielen will, wird diese ausschließlich über die links unter dem großen Klangfilm-Logo angeordnete obere und
untere Führungsrolle gelegt. Tatsächlich gab es aber auch Filmkopien mit Magnettonspuren und einer Mono-Lichttonspur, sogenannte magoptical Kopien.
1 http://filmlexikon.uni-kiel.de/index.php?action=lexikon&tag=det&id=5378
Man erkennt den Rotstich der Eastmankopie. Vermutlich wurde auch bei diesem Anime-Film die Begleitmusik als Magnettonspur kopiert, während die Licht-Tonspur eine, später für den amerikanischen Markt hinzugefügte Erzählerstimme enthält. Sobald unsere Kinoanlage aufgebaut ist, werden wir es herausfinden.
Letztendlich hat sich das Magnetton-Verfahren besonders im 35mm Bereich nicht durchsetzen können, weil die Magnettonspur leicht durch fremde magnetische Einflüsse beschädigt werden kann. Heute ist sie hauptsächtlich nur noch im Bereich des 70mm Films bekannt.
Die mittig am Gerät rechts neben der Transport-Zahntrommel angeordnete Pendelrolle aus Kunststoff fehlte bei beiden Geräten. Die weiße Ersatzrolle für Maschine 1 stammt aus dem Nachlass des Kinotechnikers Peter Thies, die für Maschine 2 hat Wendel Meurer gespendet.
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