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Die MIVA-EPKENS Südsee-Filmexpedition

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Ein Dokument der Expedition

Neben dem Miva-Werbefilm, Fotografien und Zeitungsberichten haben sich in Philatelistenkreisen auch Briefumschläge der Korrespondenz des Ingenieurs und Kameramanns Peter Berkenheier erhalten. Berkenheier hatte schon mit Friedrich und Ludwig Epkens zusammengearbeitet. Er war auch für Filmfirmen wie die an christlichen Themen ausgerichtete Neuland Kinematographie tätig. Auf den erhaltenen Briefumschlägen gibt er als Adresse Köln, Marienplatz 28 an, die neue Zweigstelle von Friedrich und Ludwig Epkens nach ihrer inoffiziellen Abspaltung von der gemeinsam mit ihrem Bruder Edmund betriebenen Firma. Die als Empfängerin eingesetzte Grete Buse-Ludewig war im Jahr 1934 nach Tientsin gereist, um dort einen Angestellten der Deutsch-Asiatischen Bank in China zu heiraten.1

brief
Stempel MIVA-EPKENS Südsee-Filmexpedition 1934, auf Berkenheiers Brief, hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Herrn Dr. Stephan Adelt.
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Peter Berkenheier, von dem noch ein weiterer Brief von dieser Expedition an eine Verwandte in Köln überliefert ist, taucht in digitalisierten Ausgaben des „Bulletin de l'Amicale des anciens élèves du Petit Séminaire de Montigny-les-Metz“2, einer Monatsschrift des Vereins ehemaliger Schüler des Priesterseminars in Montigny-lès-Metz, als „Ingenieur und Kameramann“ mit der Adresse „Walther-Rathenau-Strasse 6, Rodenkirchen bei Köln“ mindestens bis in die 1960er Jahre auf.

Beweggründe und Teilnehmer der Expedition

Die MIVA (Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft) wurde im Jahr 1927 von Pater Paul Schulte OMI (Ordenskürzel für: Oblati Mariae Immaculatae = Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria, römisch-katholische missionarisch tätige Ordensgemeinschaft) in Köln gegründet. Schulte selbst war im 1. Weltkrieg zum Kampfpilot ausgebildet worden. Seinen 1926 erworbenen zivilen Flugschein mußte er vor seinen Ordensoberen geheimhalten bzw. er erhielt von diesen nach Kenntnisnahme des Erwerbs Flugverbot3. Ziel der MIVA war es, insbesondere Missionsstützpunkte in unwegsamen Gebiet mit Flugzeugen, Motorbooten, Geländewagen und Funkgeräten auszustatten, um MissionärztInnen und missionarisch tätigen Personen ihre Arbeit zu erleichtern. 1931 hatte die MIVA schon einen Werbefilm über die Miva Afrika Expedition und den Missionsverkehrsaufbau in der Hauptstadt von Namibia herausgegeben.

Annonce
„Das Vermächtnis eines Missionars“ im Emelka-Hochhaus in: Kölner Lokal-Anzeiger Nr.450 v.24.09.1931.
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Über die nun anstehende Miva Südsee Expedition lancierte Pater Schulte einen ausführlichen Bericht, der im 12.Miva-(Rund-) Brief, datiert April 1934, sowie in christlichen Zeitungen veröffentlicht wurde. Mittels dieser Verbreitungswege hielt er seine Gemeinde mit regelmäßigen Bulletins über die Expedition auf dem Laufenden. Nach Pater Schultes Angaben wurden am 21.März 1934 drei Motorboote und ein teilzerlegtes, in einer großen Transportkiste verstautes Flugzeug (Typ Flamingo D-1400) auf den Dampfer Coblenz des Norddeutschen Lloyd verladen, mit dem die erste Etappe der Expedition nach Bougainville, eine der nördlichen Salomoninseln zurückgelegt wurde. Auf diese Weise sollte dort, ausgehend von der Hauptstation Kieta, ein moderner Missionsverkehr aufgebaut werden. Angestoßen hatte das Projekt vermutlich der in Bougainville als Missionar eingesetzte Pater Tönjes OMI aus Coesfeld, der bei der Miva 1931 zum Piloten ausgebildet worden war. Begleitet wurde die Expedition von dem Ingenieur Peter Berkenheier als Kameramann und Ludwig Epkens als Tonmeister. Die beiden hatten den Auftrag, über diese Expedition einen Werbefilm zu drehen, der nach dem Erfolg des Afrika-Films weitere Förderer für die Miva gewinnen sollte.4

Ein Foto aus dem Miva-Newsletter
Das Foto aus dem Miva-Brief, einer Vorform des Newsletters, von links nach rechts: ein Monteur, Berkenheier, Gertis und Ludwig Epkens vor der Transportkiste mit dem Flugzeug. © Foto: Miva Austria
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Ankunft auf der Insel

Laut eines Artikels von Chris Diercke auf der Website der PNGAA (Papua New Guinea Association of Australia) erreichte die Expedition Bougainville mit dem Dampfschiff MV Malaita II der Australischen Reederei Burns, Philp & Co Ltd., das zu dieser Zeit die Inseln um Neu-Guinea regelmäßig anfuhr5. Berkenheier dokumentierte bzw. inszenierte das Anlegen der (drei) Fluglandebahnen in Kieta, die Ankunft auf der Insel, das Ausladen der Transportkiste, den Zusammenbau und die Inbetriebnahme des Flugzeugs durch Tönjes und seine Helfer.

Ein Foto von Berkenheier mit Kamera
Berkenheier mit seiner Kamera, das Miva-Flugzeug im Visier, in der Mitte Pater Tönjes als Pilot. © Foto: Miva Austria
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Das vorzeitige Ende der Expedition

Die Australische Ziviladministration, die die ehemalige deutsche Kolonie Bougainville zu dieser Zeit als Mandat des Völkerbunds verwaltete, hatte allerdings Zweifel, ob die Expedition nicht doch anderweitige Ziele für das Dritte Reich verfolgte. Während der sechs Wochen dauernden Frist für Verhandlungen zwischen Pater Tönjes und seinem Vorgesetzten Bischof Wade mit der Mandatsverwaltung gelang es Berkenheier und Epkens, genügend verwertbares Bild- bzw. Tonmaterial zu gewinnen. Nach dem fruchtlosen Verlauf der Verhandlungen wurde das Flugzeug wieder zerlegt, verpackt und zurückgeschickt6.

Der MIVA Südsee Film

Rahmenhandlung des Filmes bildet die Zusammenkunft von Pater Paul Schulte und Josef Gertis, Flugzeugführer und Werkmeister der Miva in Pater Schultes Büro. Sie verbindet die wechselnden Szenen und Schauplätze und dient der Vermittlung der finalen Werbebotschaft. Tricksequenzen visualisieren lokale Gegebenheiten und Entfernungen. Insbesondere in der ersten Hälfte des Films dominiert der ethnografisch-dokumentarische Stil. (Pseudo-)dokumentarische Szenen illustrieren Tönjes Missionstätigkeit, sowie die Einrichtung des Missionsverkehrs. Im Zentrum des Films stehen Dokumentaraufnahmen von Miva-Flugzeugweihen in Köln und München.

Ideologie

Der Film ist ein Zeitdokument eines von der kolonialen Idee sowie des aufkommenden Nationalsozialismus geprägten Missionsbegriffs. Wie der Afrika-Film enthielt auch der Südsee-Film größere (semi-)dokumentarische Abschnitte, die die Insel und ihre Bevölkerung anhand von Jagd-, Handwerks- und Kulturtechniken und deren wirtschaftlich interessante Kolonialwarenimporte vorstellen. Dies sicherte ihm das Prädikat ‚wertvoll‘ der Film-Prüfstelle Berlin und die blaue Zensurkarte, d.h. die Einstufung als volksbildend. Er durfte als Lehrfilm im Unterricht verwendet werden, an Karfreitag, Feiertagen sowie in Kinder- und Erwachsenenvorstellungen vorgeführt werden. Der flapsige Ton der kommentierenden Zwischentitel würde heute als paternalistisch bzw. kolonialistisch empfunden.

Die dokumentaristisch anmutenden Szenen der Interaktion zwischen Pater Tönjes und der indigenen Bevölkerung erscheinen als deutsche Spezialauslegung der untrennbar verbundenen drei C: Colonisation, Christianity, Civilisation und dienen der Inszenierung des Missionars als

‚Pionier des Auslanddeutschtums‘:

Tönjes bahnt sich als Führerfigur im weißen Kolonialanzug einen Weg durch die unkultivierte Wildnis, gefolgt von einer Schar missionierter Indigener. Während einer Rast läßt er sich von diesen Kaffee in westlichen Geschirr zubereiten. Mit einem Messer schneidet er Scheiben von einem Kommißbrot, schmiert - laut Zwischentitel - ‚Butterbrote auf deutsche Art‘, die seine Begleiter vor der Kamera verzehren (müssen).

Pionier im Kampf gegen das Heidentum:

Auf eine einsame Nachbarinsel verschlagen, sieht Tönjes sich in Selbstreflektionen in der Nachfolge weißer Missionare (Pioniere der Südsee), die ‚heidnischen Kopfjägern‘ zum Opfer fielen. In den Zwischentiteln erfolgt eine Aufzählung dieser ‚Märtyrer der Südsee‘, die auf diese Weise ihr ‚Blutopfer‘ erbrachten. Seine indigenen Retter reagieren jedoch eher furchtsam auf den Missionar - Zwischentitel: ‚Ein weißer Mann, drum lauf und rette sich wer kann‘. Mit moderner Medizin und moderner Technik wirbt der deutsche Missionar in der Welt für sein Vaterland in seiner Rolle als

Pionier der (deutschen) Kultur:

Unter Tönjes Anleitung baut ein Trupp indigener Männer Fluglandebahnen - Zwischentitel: ‚Arbeitsdienst in Neu-Guinea‘ - er lehrt sie dazu mit primitiven Baugeräten umzugehen -Zwischentitel: ‚Der Missionar als Kultur-Pionier‘.

Den denkbar größten Kontrast zu den archaisch dargestellten Techniken und Riten der Inselbewohner bilden die MIVA-Flugzeugweihen. Außer der Kölner Weihe wurde noch die, vermutlich auch von Berkenheier dokumentierte, am 28.04.1935 durchgeführte Weihe des Dornier-Amphibiums ‚Das fliegende Kreuz‘ sowie des zweisitzigen Eindeckers ‚St. Johannes‘ durch Dr. Michael von Faulhaber, Erzbischof von München-Freysing am Münchener Flughafen in den Film eingefügt. Die als Zwischentitel reproduzierten Segensansprachen verschmelzen christliche mit futuristisch-nationalsozialistische Ideen: ‚Deutsche Flugzeuge sollen deutschen Missionaren deutsche Hilfe bringen‘; Im hakenkreuzbeflaggten Hangar (Köln) wird ‚Die Kirche als wahre Freundin der Technik‘ beschworen, deren heiliger Segen diese ‚neuen Meisterwerke deutscher Flugtechnik schützend begleiten [soll]‘.

Daneben dienen die Weihen der Vermittlung der zentralen auch im Hinblick auf den Zeitgeist formulierte Werbebotschaft: Die Arbeit der Miva erleichtert nicht nur den ‚opfervollen Missionsdienst‘, sie fördert dabei die ‚deutsche Verkehrsmittel-Industrie‘ den ‚Export deutscher Verkehrsmittel' und das deutsche Wesen (‚deutsches Brauchtum, deutsche Muttersprache, deutsche Kultur‘) sowie die ‚koloniale Idee‘ durch Schaffung kleiner deutscher Siedlungen in aller Welt‘. Zum Schluß folgt ein Werbeblock in eigener Sache: Ein kleiner Junge, der den Mitgliedsbetrag seiner Eltern abliefert, läßt sich eine Ausgabe von Schultes Autobiografie Der fliegende Pater signieren, sein Berufswunsch: natürlich Miva-Pilot. Wie im Afrika-Film wird auch hier ein Miva-Gründungsmythos vorgestellt: Die arbeitslose Frau aus Köln am Rhein, die 1927 mit der Spende einer Reichsmark den Grundstock zur Gründung der MIVA legte, erscheint als dem Zeitgeist angepasste Variante der biblischen armen Witwe. Dann rollen die Förderer der MIVA ab: Reichs-Luftfahrt-Ministerium, Reichs-Propaganda-Ministerium, Reichs-Innen-Ministerium, Reichs-Wirtschaft-Ministerium, Reichs-Verkehrs-Ministerium.

Annonce für einen Miva Film
‚Der Missionar als Kulturbote und Glaubensbringer‘: Annonce für den Afrika-Film im Emelka-Capitol in: Kölner Lokal-Anzeiger Nr.440 vom 18.09.1931.
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Auswertung und Verleihformate

Noch 1931 war der Miva-Afrika Film hauptsächlich auf die Auswertung in Lichtspielhäusern (in Köln die Premieren-Theater der Emelka, die sich dem Kultur- bzw. Reformfilm verpflichtet sahen) ausgerichtet. Nicht zuletzt befeuert duch die Propagandaabteilungen der Nationalsozialisten hatten die damals gerade in Entstehung befindlichen Filmstellen mit ihrer Beschränkung auf das auch für den Semi-Amateur handhabbare Schmalfilm-Format mehr und mehr an Bedeutung gewonnen. Zwischen 1931 und 1934 waren nach deren Vorbild regionale Miva-Geschäftsstellen eingerichtet worden. Dort konnte der MIVA-Südsee-Film als 16mm-Schmalsicherheitsfilmkopie in 7 Akten gezeigt bzw. an Pfarrgemeinden, christliche Vereinshäusern o.ä. verliehen werden. So konnten noch im kleinsten Dorf die Ziele der MIVA vermittelt und Spenden eingeworben werden. Dies stellte gegenüber der Kinoauswertung einen deutlichen Vorteil dar. Ob Berkenheier das Originalmaterial auf 35mm oder, was wahrscheinlicher ist, auf 16mm gedreht hat, konnten wir anhand des hier auch abgebildeten Fotos nicht sicher bestimmen (Falls jemand das Kameramodell identifizieren kann, bitte melden Sie sich).

Warum aber handelt es sich bei allen bis jetzt überlieferten bzw. damals vorgeführten Kopien um Stummfilme mit Zwischentiteln, obwohl der Zweck der Zusammenarbeit mit Ludwig Epkens Jr. die Erstellung eines Tonfilms war? Darüber läßt sich nur spekulieren. Vielleicht war es dem Tonmeister Epkens aus technischen Gründen bzw. aufgrund des vorzeitigen Abbruchs des Projektes nicht möglich, brauchbare Tonaufnahmen herzustellen oder man entschied sich vor Ort bzw. bei der Zusammenstellung des Materials gegen einen Tonfilm. Möglicherweise hatte man seitens der MIVA Bedenken, ob auch im abgelegensten Winkel schon ein Schmalfilm-Ton-Projektor vorhanden war, obgleich damals die flächendeckende Ausstattung der örtlichen Filmstellen mit diesen eifrig betrieben wurde.

Rezeption

Der Premieren-Rezensent der Kölnischen Zeitung lobte erwartbar den Kulturfilmteil, bedauerte angesichts des plakativen Werbeblocks daß der Film nach dem schönen Anlauf später allzu betont den Charakter eines Werbestreifens annimmt.

Der letzte MIVA Film

1938 wurde noch ein weiterer MIVA Film „Märtyrer der Kälte“ in Kanada realisiert. Für die Kameraaufnahmen war diesmal der in einer Propagandaabteilung für die deutsche Wochenschau tätige Rolf H. Carl (1941 im Einsatz verstorben). Bruno Stindt, Spezialist für Flugaufnahmen bei der für die Paramount Wochenschau, war für die Luftschifferaufnahmen zuständig. Auch bei dem MIVA-Film Eismission ist nach unserem Wissensstand nur eine 16mm Stummfilmversion überliefert.

Wochenschauwerbung mit Hinweis auf im Krieg gefallene Kameramänner
Auch der Tod eingebetteter Kameraleute wie Rolf Carl wurde vom NS-Regime instrumentalisiert: Kinowerbung für die Wochenschau in: Iserlohner Kreisblatt Nr.161 v.12.07.1941.
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Das Ansehen des In- und insbesondere des Auslandsdeutschtums, als dessen herausragender Vertreter Pater Schulte sich und seine MitstreiterInnen wahrnahm, war zu diesem Zeitpunkt aus nachvollziehbaren Gründen schon auf einem Tiefpunkt. Wie schon beim Südsee-Film verdächtigte man Pater Schulte, auch aufgrund der modernen Ausrüstung (Funkgeräte etc.) der Spionage, was seine Ausreise in die USA veranlaßte.

Filmografie

Die MIVA hat mindestens vier Werbefilme herstellen lassen. Über Hinweise, Ergänzungen und Verbesserungen würden wir uns freuen.

„Die erste Miva-Flotille auf dem Main“, 19287

Inhalt:
Dokumentarfilm, genauer Inhalt unbekannt.

„Das Vermächtnis eines Missionars“ 1931 sw

Alternativ-Titel: Miva Afrika-Film

Annonce
Werbeannonce für „Das Vermächtnis eines Missionars“ im Emelka Theater im Hochhaus in: Kölner Lokal-Anzeiger Nr.458 v.29.09.1931.
Quelle: www.zeitpunkt.nrw

Technischer Stab:

Inhalt:
Werbefilm über den Aufbau eines kombinierten Wasser- Land- und Luftverkehrs im damaligen Apostolischen Vikariat Windhoek (heute: Erzbistum Windhoek). Der Titel spielt auf den Missionar Otto Fuhrmann OMI an, einen Freund und ehemaligen Kriegskameraden von Pater Schulte. Dieser verstarb in Afrika an einer Lungenentzündung, weil Hilfe mangels technischer Ausrüstung nicht schnell genug eintraf. Die Gründung der MIVA wird im Film zu seinem Vermächtnis stilisiert.

Bemerkung:
Eine 7-aktige 16mm Kopie auf zwei Rollen, sowie ein Fragment der 35mm-Kino-Version werden im Staatsarchiv St.Gallen aufbewahrt8.

„Deutsche Pioniere in der Südsee“ 1934/35

Alternativ-Titel: Miva Südsee-Film

Technischer Stab:

Inhalt:
Der Film illustriert die Tätigkeit und Erfolge der Missions-Verkehrsgesellschaft am Beispiel der Südsee-Insel Bougainville. Konfrontiert mit der unwegsamen Wildnis und dem Mißtrauen der indigenen Bevölkerung bittet der Missionar und Miva-Pilot Pater Tönjes die Miva um Unterstützung. In Deutschland und auf der Insel werden Vorbereitungen für die Überführung und Nutzung des Missionsflugzeugs getroffen. Stolz nimmt Pater Tönjes das angelieferte Flugzeug in Empfang und beteiligt sich an der Montage der Tragflächen. Bald darauf hilft das Flugzeug dem Missionsarzt, das Leben eines deutschen Farmers zu retten.

Eine eineinhalbstündige Kopie von „Deutsche Pioniere in der Südsee“ befindet sich heute im Format 16mm und als von dieser Kopie erzeugtes Digitalisat im Archiv9 der östereichischen Diaspora-Miva, die Pater Schultes Projekt ohne ideologischen Unterbau fortführt.

„Weihe der Missionsflugzeuge »St. Petrus« und »St. Paulus« in Köln am 24.Februar 1935“, 1935

Technischer Stab:

Inhalt:
Dokumentation der Weihe zweier neuer Miva-Flugzeuge (und Kraftwagen) durch Dr. Carl Josef Schulte, Erzbischof von Köln in der Flugzeughalle des Kölner Flughafens. Der Erzbischof erscheint im Mittelpunkt der Aufnahme, hinter ihm in Reihe die Kraftwagen, ganz hinten an der Hallenwand die Hakenkreuz-Fahne. Aufnahmen der geweihten Flugzeuge, zwei Klemm Sportmaschinen. Der Zweisitzer St. Paulus (bestimmt für Neu-Guinea) mit Namensschriftzug und Miva-Logo wird gezeigt.

Bemerkung:
Ausschnitte des Dokumentarmaterials der „Weihe der Missionsflugzeuge“ wurde in den MIVA-Film „Pioniere in der Südsee“ integriert. Die dreisitzige »Limousine St.Petrus« soll in Afrika stationiert werden. Als Miva-Piloten werden im Zeitungsbericht Jakob Eschbach aus Köln-Niehl und der für die Miva in Neu-Guinea eingesetzte Wilhelm Schaffhausen genannt. Ehrengäste bei der Weihe sind u.a. Pater Schulte und der ‚Ozeanbezwinger‘ Hauptmann Hermann Köhl, Inspekteur der Miva in Afrika.

„Weihe der Missionsflugzeuge »Das fliegende Kreuz« und »St. Johannes« in München am 28.April 1935“, 1935

Technischer Stab:

Inhalt:
Weihe des Dornier-Amphibium »Das fliegende Kreuz« sowie des zweisitzigen Eindecker »St. Johannes« durch Dr. Michael von Faulhaber, Erzbischof von München-Freysing auf dem Münchener Flughafen

Bemerkung:
Ausschnitte des Dokumentarmaterials der „Weihe der Missionsflugzeuge »Das fliegende Kreuz« und »St. Johannes«“ wurde in den MIVA-Film „Pioniere in der Südsee“ integriert.

„Eismission“, 1938

Alternativ-Titel: Ein Miva-Film aus Kanada

Technischer Stab:

Inhalt:
Lieferung eines MIVA-Flugzeugs zum Apostolischen Vikariat Mackenzie im Norden Kanadas.

Bemerkung:
Eine 7-aktige 16mm Kopie auf drei Rollen wird im Staatsarchiv St.Gallen aufbewahrt12

Quellen:
1https://www.ejz.de/lokales/lokales/den-fuehrerschein_50_107465796-28-.html
2https://de.calameo.com/bibliotheque-diocesaine-metz/books/0065528338f580b320a4b
3https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Schulte_(Geistlicher)
4Pater Paul Schulte im 12. Miva-Brief, April 1934
5https://www.roland-klinger.de/NH/1-phmalaita.htm
6https://www.pngaa.net/Library/MIVA.htm
7https://www.filmportal.de/institution/miva-missions-verkehrs-arbeitsgemeinschaft-ev-koeln-aachen
8https://dls.staatsarchiv.sg.ch/records/1082644
9laut Christine Parzer, Geschäftsführerin der Miva Austria.
10https://www.filmportal.de/person/rolf-h-carl_68fbbc56bb154299950e263d44659db4
11https://www.filmportal.de/person/bruno-stindt_9810f2ee3f8b4183a370ffefe4a53216
12https://dls.staatsarchiv.sg.ch/records/1217386

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